Zukunftswerkstatt Demenz des Bundesministeriums für Gesundheit

  • Abschlussveranstaltung: Zukunftswerkstatt Demenz des BMG

    Abschlussveranstaltung: Zukunftswerkstatt Demenz des BMG


Zukunftswerkstatt Demenz des Bundesministeriums für Gesundheit stellt Ergebnisse vor

am 21. September 2015 im Hotel Aquino Tagungszentrum Berlin

Bis zu 1,6 Millionen Menschen sind heute in Deutschland an Demenz erkrankt und die Zahl wird in der Zukunft weiter ansteigen. Sie gut zu versorgen, stellt eine große Herausforderung für unser Gesundheitswesen und für unsere Gesellschaft insgesamt dar. Eine gute Gesundheitspolitik zeigt sich gerade daran, wie wir die Schwächsten unterstützen, damit sie so selbstbestimmt wie möglich leben können.
Mit dem Ersten Pflegestärkungsgesetz, das am 1. Januar diesen Jahres in Kraft getreten ist, haben wir die Pflege gerade für dementiell Erkrankte und die Unterstützung für ihre Angehörigen deutlich gestärkt. Und das Zweite Pflegestärkungsgesetz, dessen Entwurf im Herbst im Bundestag beraten wird, stellt insbesondere für dementiell Erkrankte eine spürbare Verbesserung dar.
Im Rahmen seiner Ressortforschung setzt sich das Bundesministerium für Gesundheit fortwährend für die Verbesserung der Situation von an Demenz erkrankten Menschen und ihrer Angehörigen ein. Denn es ist meinem Ministerium und auch mir ganz persönlich ein Anliegen, dass neue Ideen entwickelt, neue Lösungen erprobt und vor allem auf ihre Wirksamkeit hin wissenschaftlich untersucht werden.
Das Förderprogramm „Zukunftswerkstatt Demenz des Bundesministeriums für Gesundheit“ hatte das Ziel, bisher gewonnene Erkenntnisse aus dem "Leuchtturmprojekt Demenz" zu ergänzen und das vorhandene Wissen in die Versorgung umzusetzen.
Mit insgesamt rund 3,3 Millionen Euro wurden in den Jahren 2012 – 2015 wichtige Projekte in den Bereichen „Unterstützung der pflegenden Angehörigen von Menschen mit Demenz“ und „Regionale Demenznetzwerke“ gefördert. Sie werden viele Beispiele guter Praxis, Erfahrungen und Hilfen vorgestellt bekommen, unter anderem einen „Werkzeugkasten Demenz“ in Form einer interaktiven Internetseite. Mit dem Werkzeugkasten soll die Gründung von neuen Netzwerken angeregt und erleichtert werden. Ein wichtiger Grundsatz unserer Arbeit lautet auch hier: Aus der Praxis für die Praxis.
Der „Werkzeugkasten Demenz“ und weitere Ergebnisse der Zukunftswerkstatt Demenz werden am 21. September, dem Weltalzheimertag in Berlin der Öffentlichkeit vorgestellt. Ich möchte Sie herzlich einladen, diskutieren Sie mit und tragen Sie die Ergebnisse der Zukunftswerkstatt weiter.

 

Herzlichst Ihr

Hermann Gröhe
Bundesminister für Gesundheit